Konkurrenzanalyse auf Facebook: Diese Möglichkeiten gibt es

Facebook Konkurrenzanalyse
Manuel Paas 4. Februar 2019

Zu jeder guten Marketingkampagne gehört ganz selbstverständlich immer eine Mitbewerberanalyse. Doch welche Möglichkeiten bietet Facebook die Strategien und Anzeigen der Konkurrenz zu analysieren? Wer ist überhaupt meine Konkurrenz? Wir geben im Folgenden Tipps zur Mitbewerberanalyse auf Facebook:

1. Timelineanalyse

Analysiere die Timeline deiner Mitbewerber. Mit Tools wie Crowdtangle können leicht die Beiträge einer Facebook-Seite analysiert werden, die – beispielsweise im vergangenen Jahr – am besten funktioniert haben. Mit einer Liste, die alle Mitbewerber enthält, kann man schnell ein gutes Gefühl für gutlaufende Creatives und Wordings bekommen. Ein Blick auf die schlechtesten Beiträge hilft auch immer bei der Fehlervermeidung. Und spätestens seit Facebook den Dienst im November 2016 aufgekauft hat, kann man sich auch sicher sein, dass die Daten immer aktuell und vollständig sind.

2. Werbeanzeigen von anderen Seiten sehen

Neben vielen anderen interessanten Informationen im Reiter »Seiteninfos & Werbung« bietet Facebook seit einigen Monaten auch die Möglichkeit, aktive Werbeanzeigen einer Seite zu sehen – wie hier bei Nike.

Nach den vielen Werbeskandalen der letzten Jahre hat Facebook die Möglichkeit geschaffen, aktive Werbeanzeigen von einzelnen Seiten anzuschauen. Über den Reiter „Seiteninfos & Werbung“ kann man nach Standort sortiert alle aktiven Ads der jeweiligen Seite begutachten. Leider spielt Facebook hier nur die reine Ad ohne Kommentare oder Likes aus. Mit einigen Quelltextkenntnissen ist es aber möglich, die ID der entsprechenden Anzeige auszulesen und so auch das Engagement zu sehen.

3. Werbeanzeigen zu bestimmten Keywords sehen

Facebook ermöglicht es, Werbeanzeigen, die auf ein bestimmtes Keywords geschaltet sind, anzusehen – hier beispielsweise zum Keyword »Literature«. Einschränkung: Facebook muss das jeweilige Keyword als relevant für die nachschauende Person betrachten. Das lässt sich aber ziemlich gut steuern.

Weniger bekannt und somit ein echter Geheimtipp ist die Analyse von Ads, die auf bestimmte Keywords geschaltet werden. Mit dieser Methode kann man Anzeigen sehen, die andere Firmen an Personen ausspielen, die sich für die Keywords interessieren, für die sich dein Kunde bzw. du dich auch interessierst. Unter https://www.facebook.com/ads/preferences/ bietet Facebook einem die Möglichkeit seine Werbepräferenzen einzustellen. Neben dem Löschen von bestimmten Keywords gibt es versteckt über diese Seite aber die für Werbetreibende spannende Möglichkeit Beispielwerbeanzeigen zu diesem Interesse zu sehen. Unter dem Reiter „Deine Interessen“ ganz oben zeigt jedes Interesse beim Überfahren mit der Maus den Link „Beispielwerbung sehen“. Mit einem Klick auf diesen Link zeigt Facebook, je nach Werbeaufkommen, eine oder mehrere Werbeanzeigen an, die zur Zeit an Personen ausgespielt werden, die sich hierfür interessieren. Leider ist es so nicht möglich manuell jedes Keyword zu testen, sondern nur Keywords für die sich der Account, mit dem die Analyse durchgeführt wird, laut Facebook interessiert. Durch Seitenlikes oder das häufige Benutzen von Wörtern in Beiträgen ist es aber durchaus möglich, Facebook dazu zu bringen, neue Interessen hinzuzufügen.

Zusammenfassung

Facebook bietet an den unterschiedlichsten Orten Möglichkeiten, die Konkurrenz ein wenig zu beobachten und so von ihren Anzeigen zu lernen. Wichtig ist es, nicht nur positive Anzeigen, sondern auch Negativbeispiele gut zu studieren und so die perfekte Ad zu kreieren.